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Feng Shui ist ein komplexes System zur Untersuchung, Bestimmung und Schaffung des bestmöglichen Wohn- und Arbeitsplatzes des Menschen. Im alten China wurde es am Kaiserhof dafür eingesetzt, günstige und ungünstige Bereiche von Räumen und Standorte für Häuser zu bestimmen. Mitte Mai leitet der bekannte Feng-Shui-Meister Prof. Dr. Jes T. Y. Lim zwei Ausbildungs-Seminare in Hamburg. Ein Bericht von Kadambini M. Knapp Der Ausdruck Feng Shui stammt aus dem chinesischen Kanton-Dialekt. In der heutigen Form setzt er sich aus zwei Schriftzeichen zusammen: Feng steht für Wind, Luft, Strahlung, Sturm; dazu gehören Strukturen wie Hügel, Felsen, Gebäude und von Menschen geschaffene Formen. Shui umfasst fließende und stehende Gewässer, Straßen, Pflanzen und andere Lebewesen, die vom Wasser genährt werden. Feng-Shui-Meister in Südostasien und Amerika nennen Feng Shui eine praktische Naturwissenschaft oder sagen, es sei „das richtige Plazieren“. Einig sind sich alle darüber, dass Feng Shui zum Ziel hat, eine gesunde, harmonische und fruchtbare Umgebung zu kreieren, die dazu beiträgt Gesundheit und Wohlstand zu schaffen, zu erhalten und zu verstärken. Der in China geborene Prof. Dr. Jes T. Y. Lim wurde bereits als Junge von seinem Vater in die Kunst des Feng Shui eingewiesen. Während Jes Lim für die malaiische Regierung arbeitete, nutzte er seine Kenntnisse noch überwiegend privat. Erst während seiner späteren Tätigkeit als Unternehmensberater integrierte er sein Wissen über Feng Shui in seine Arbeit. Er las viele Bücher, lernte zahlreiche Feng-Shui-Lehrer kennen und stellte fest, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Lehrmeinungen existierte. So gründete Jes Lim 1980 in Neuseeland das „Qi-Mag Health and Longlife Institute“ und 1990 das „Qi-Mag Feng Shui International Institute“. Sein Ziel ist es, Feng-Shui-Berater nach einem systematischen Studienplan auszubilden und einen Standard für Feng Shui zu entwickeln. Da er seit vielen Jahren auch im Westen arbeitet, hat Jes Lim die im östlichen Lebensraum geprägte Denkweise übertragen und Techniken entwickelt, die von den Menschen hier leicht erfasst und akzeptiert werden können. Die Grundlagen der modernen, in Europa weit verbreiteten Geomantie, mit welcher beispielsweise Störfelder gemessen werden können, bezieht er mit ein. Besondere Beachtung findet am Institut auch der Zusammenhang zwischen Feng Shui und Gesundheit. Bei vielen schwer erkrankten Menschen wurden massive Störungen im Wohnbereich gefunden. Es fehlten fast immer ausreichend Qi und Sauerstoff, was unter anderem das Vorhandensein von Pilzen und Bakterien fördert. Auch geopathische Störfelder, die von Wasseradern oder Erdverwerfungen verursacht werden, senken das Qi im Haus. Dadurch kann eine chronische Müdigkeit entstehen und Heilungsprozesse werden gestört oder gar verhindert. Jes Lim berücksichtigt bei einer Beratung für ein bereits bestehendes oder ein geplantes Gebäude acht Untersuchungsbereiche des Feng Shui. Dabei spielt die unmittelbare Umgebung, also Wohnung oder Haus des Menschen, die größte Rolle. Bei seinen Untersuchungen und Messungen bezieht der Feng-Shui-Meister aber auch das Grundstück sowie die Umgebung im Umkreis von etwa einem Kilometer mit ein. Das Feng Shui des Mikrokosmos, also der Landschaft mit Formen und Baustrukturen, und des Makrokosmos, Astrologie und Kosmologie sind ebenfalls Kriterien, denen Jes Lim Beachtung schenkt. „Die Grundlage des Qi-Mag Instituts ist die Erkenntnis des Naturgesetzes, dass es einerseits das Qi, die kosmische Energie, gibt, die eine weibliche Energie hat,“ sagt Jes Lim. „Dann gibt es den Sauerstoff, der eine männliche Qualität hat und dem Qi folgt. Demzufolge gibt es überall, wo Qi vorhanden ist, auch Sauerstoff.“ Bei der Untersuchung einer Wohnung oder eines Hauses arbeitet Jes Lim mit angewandter Kinesiologie und dem Pendel. So kann er feststellen und überprüfen, wie viel kosmisches Qi ein Raum hat. Diese winzigen Partikel, die aus dem Zusammenwirken von Sonnenstrahlen und der kosmischen Strahlung entstehen, sind in der gesamten Erdatmosphäre zu finden. Unter Berücksichtigung eventuell vorhandener geopathischer Störfelder und Erdstrahlen wählt der Feng-Shui-Meister dann den besten Platz für Bett, Arbeits- oder Esstisch. Auf dem Grundstück zeigt guter fruchtbarer Boden an, dass das Qi, die Energie des Bodens, lebendig ist. Idealerweise erhebt sich hinter dem Haus ein sanfter grüner Hügel, der den Bewohnern „Rückendeckung“ gibt. Ein bewegtes Gewässer wie ein ruhig fließender Bach oder Fluss oder auch ein Springbrunnen kann vor dem Haus für genügend einfließendes Qi sorgen. Wasser wird in der chinesischen Kultur mit Überfluss und Reichtum in Verbindung gebracht. Befinden sich in der näheren Umgebung eines Hauses Strommasten, Sendestationen oder Lärmquellen, so sind dies eindeutig Störfaktoren, die unter Umständen gravierenden Einfluss auf das Wohlbefinden der dort lebenden Menschen haben können. Jes Lim rät auch davon ab in der Nähe von Friedhöfen zu wohnen, da wandernde Geister und eine übermäßig starke Yin-Energie (sie steht unter anderem für Dunkelheit, Passivität, Kälte) nicht für menschliche Siedlungen geeignet sind. Das Gleiche gilt für Kirchen, Tempel oder andere Andachtsorte. In der Nachbarschaft von Schlachthöfen herrschen Tod, Angst und Verzweiflung; diese Orte sind ebenso zu meiden wie die Nähe von militärischen Einrichtungen, Atomkraftwerken und ehemaligen Müllhalden. Optimale Voraussetzung für ein gesundes und erfolgreiches Leben ist, dass der Gehalt an kosmischer Energie, der im Freien herrscht, auch in einem Gebäude vorhanden ist. Nun ist es natürlich nicht immer so einfach, das ideale Haus auf dem idealen Grundstück in der idealen Umgebung zu finden oder zu schaffen. Das moderne Feng Shui untersucht nicht nur, sondern setzt im Bedarfsfall Techniken und Hilfsmittel ein, um die in der Natur vorhandenen Energien so umzuwandeln, dass sie innerhalb eines geschlossenen Gebäudes als lebendige Energien genutzt werden können. So können negative Einflüsse neutralisiert oder zumindest gemildert werden. Zeigt auf Ihren Schlaf- oder Sitzplatz die scharfe Ecke oder Kante eines Möbelstückes oder eines Gebäudes (durch das Fenster), so können Sie diese mit Hilfe von Bändern, Pflanzen (echten oder auch schön gestalteten künstlichen) oder Leisten verdecken und ihre aggressive Wirkung damit verhindern oder wenigstens abschwächen. Die gesundheitsschädliche Wirkung von Lärm kann gemildert werden durch sanfte Geräusche aus der Natur oder harmonische Musikklänge. Zimmerpflanzen und frische Schnittblumen haben einen beruhigenden und entspannenden Einfluss auf den Menschen. Sie ziehen das Qi an und fördern seine Zirkulation in geschlossenen Räumen. Ein zu schneller Qi-Fluss zwischen einer Tür und einem gegenüberliegenden Fenster kann durch ein Windspiel gebremst und umgelenkt werden. Geopathische Störfelder sind etwas problematischer: Eine Wasserader kann die besten Feng-Shui-Hilfsmittel in ihrer Wirkung erheblich beeinträchtigen. Prof. Dr. Jes Lim orientiert sich bei seiner Arbeit und der Vermittlung seines Wissens an der chinesischen Philosophie. Er ist ein großer Freund von Overheadfolien und verwendet sie zahlreich, um Informationen anschaulich zu vermitteln. Weil für ihn der Spaß an der Sache ganz wichtig ist, würzt er seine Darstellungen auch gerne mit Geschichten aus der Praxis. Denn: „Durch gutes Feng Shui soll der Mensch gesund und in Wohlstand leben können und so viel Energie zur Verfügung haben, dass er seine Vorhaben mit Freude erledigt.“ Literaturempfehlung: PROF. DR. JES T. Y. LIM: „Feng Shui für Büro und Business“• Integral, 2000, 232 Seiten, 59,90 Mark • • • „Feng Shui & Gesundheit“ • Joy, 1997, 224 Seiten, 38 Mark
PROF. DR. JES T. Y. LIM: „Feng-Shui Ausbildungskurse“ • Qi-Mag Feng Shui I, 19./20. Mai 2001, jew. 9.30-18 Uhr • Teilnehmerbeitrag: 450 Mark • • • Qi-Mag Feng Shui II, 21.-23. Mai 2001, jew. 9.30-18 Uhr • Teilnehmerbeitrag: 680 Mark Ort: Lichtwarksaal, Neanderstraße 22, Hamburg-Neustadt • Information und Anmeldung: Wrage Seminar Service, Schlüterstraße 4, 20146 Hamburg, Telefon 41 32 97 15, Fax 44 24 69 |