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Die Reise zum Einhorn Auch in diesem Sommer finden wieder zwei Unicorn Camps auf einer wunderschönen, abgelegenen Wiese im Wendland statt. Angeleitet von einem Team erfahrener LehrerInnen soll kraftvoll und meditativ, fröhlich und besinnlich zusammen gesungen, getanzt und gespielt werden. Über die einmal jährlich im Wendland stattfindenden Unicorn Camps sagt Raaja Fischer, Musiker und einer der Organisatoren der Camps: „Die Unicorn Camps sind für mich ein wertvolles Stück Freiheit und Friedenspraxis, sowie die Absicht, unsere Verbindung zur göttlichen Quelle und zur Natur eigenverantwortlich wiederherzustellen oder zu stärken.“ Von Raaja Fischer Es ist frühmorgens, kurz nach Sonnenaufgang. Die Strahlen der aufgehenden Sommersonne durchdringen die weißlichen Nebelschleier, die über unserer Campwiese liegen. Noch schlafen im Unicorn-Dorf die meisten in ihren Zelten oder bereiten sich auf das achtsame Gehen durchs taunasse Gras zum Meditationszelt vor. In dieser heiligen Stille, die nur von Naturgeräuschen belebt ist, kann ich es spüren: Die geistige Welt ist ganz nahe, mein Herz und meine Seele sind tief berührt. Dies ist der Ort, der Moment, zu dem ich reisen wollte, dies ist die Atmosphäre, in der ich das Einhorn wahrnehmen kann. Ich kann spüren, wie es unter uns ist, seine Kraft ist anwesend, sanft und gleichzeitig stark und frei, und jeden Moment könnte eine unsensible Bewegung es wieder verscheuchen. Dieses mystische Wesen ist wie ein Bote aus der geistigen Welt, der zu uns gekommen ist, weil wir ihn eingeladen und einen Platz für ihn geschaffen haben, an dem er sein kann. Die Reise zum Einhorn besteht gewissermaßen aus der Vorbereitung auf diesen Moment, in dem die Begegnung stattfinden kann. Der wesentliche Teil dieser Vorbereitung ist die Herzöffnung, die wir für einander und für uns selbst im geschützten Rahmen unseres Camps zulassen können. Diese Herzöffnung, die unsere Welt wieder-beseelen kann, die uns mit dem Göttlichen wieder-verbinden kann, die den Dualismus, die Trennung der Völker überwinden kann, dehnt sich hier von selbst aus, nicht nur in die Verbindung mit anderen Menschen, sondern auch in die Welt aller lebendigen Kreatur hinein. Wir kennen das Einhorn auch aus der Geschichte, als Symbol für Reinheit und Unschuld, und es stellte zu einer bestimmten Zeit auch den Christus dar oder das Christus- Bewusstsein. In unserer heutigen Sprache würden wir es auch Wassermann-Bewusstsein nennen, was besagt: Wir sind in Wahrheit nicht getrennt von einander, wir sind eins, weil es nur die Einheit gibt. Die Erschaffung eines Ortes, an dem dieses Bewusstsein verkörpert werden kann, ist das Anliegen der aus England stammenden Unicorn Camps, die seit sieben Jahren nun auch in Deutschland beherbergt sind. Diese Unicorn Camps sind vor allem eine Reise in die Gemeinschaft. Jede und jeder bringt ihre oder seine Einmaligkeit in diese Gemeinschaft mit und bleibt sich selbst dabei treu. Mit gegenseitigem Wohlwollen und Akzeptanz ist es dann möglich, eine Form des Zusammenlebens zu schaffen, die man „Friedliche Koexistenz“ nennen kann. Dies bedeutet ganz praktisch: gemeinsames Kochen und Essen in der kleinen Zeltkreisfamilie, Morgenmeditationen und morgendliche Camptreffen (Pow Wows), bei denen Wichtiges besprochen wird, gemeinsames Singen und Tanzen oder Spielen und das Teilen aller anfallenden Arbeiten, alles auf frei gewählter Basis. Die Integration der Kinder in diese große Gemeinschaft (ca. 150 Erwachsene und 80 Kinder und Jugendliche) ist dann gelungen, wenn sie zufrieden sind. Allem zugrunde liegen ein geregelter Tagesablauf und eine stabile Campstruktur. Sie schaffen Sicherheit und den geschützten Raum, die Herzöffnung zu wagen. Alkohol und Drogen sind nicht erlaubt, ebenso wenig wie elektronische Geräte (das Camp ist stromfrei). Ab 23 Uhr ist Nachtruhe. – All dies geschieht zwar nur während einiger weniger Wochen im Jahr, doch die Auswirkungen sind für viele zu einem kostbaren Schatz geworden. Zu den Einhorn Camps kommen Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Kulturkreisen und Religionen, um die kulturelle und spirituelle Vielfalt zu fördern. Indem täglich in mehreren Singworkshops oder Tanzsessions die eigene Stimme und der Körper im Zusammenklang mit anderen zum Ausdruck gebracht werden, entsteht eine ständig sich vertiefende Herzöffnung und Herzverbindung zwischen den Teilnehmern. Auf diese Weise wird der Boden für eine Friedenskultur gefördert, wie wir sie uns für alle Menschen und Nationen wünschen. Die Reise zum Einhorn wird so zu einer kleinen Reise in eine Zukunft des respektvollen und liebevollen Miteinanders.
UNICORN: „Natural Voice Camp“ • 15.-23. Juli 2005 „Dance & Motion Camp“ • 28. Juli - 5. August 2005 Teilnehmerbeitrag
pro Camp: 275 Euro (Förderpreis), 250 Euro (Normalpreis), 225 Euro (Niedrigpreis),
Jugendliche (16-18 Jahre) 100 Euro, Kinder (5-15 Jahre) 70 Euro, Ermäßigungen
nach Absprache • Ort: Wendland bei Lüchow |