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Frank M. Schenker, Jürgen P. Lipp,
Tom R. Schulz, Jörg Röttger,
Marianne Nentwig (Tao Cinemathek),
Susanne Aernecke (AFP Munich) und
Rainer Dunkel (Celestine)
© Aniela Adams

GROSSER ERFOLG: INTERNATIONALER SPIRIT CINEMA -KONGRESS UND FILMFEST

Dieser europaweit erste Kongress seiner Art, Anfang Oktober veranstaltet vom Wrage Seminar Service, war ein Riesenerfolg und hat sowohl Besucher als auch geladene Gäste begeistert. Insgesamt über 1.500 Zuschauer sahen 14 Filme zu spirituellen Themen. Das Interesse an Filmproduktion mit diesem thematischen Hintergrund, dem sich auch die beiden gerade erschienenen Bücher Spirit Cinema Handbuch des spirituellen Films (Allegria) und Die Macht ist mir dir. Spirituelles Kino (Amra) – siehe Besprechung beider Titel in KGS 10/2008 – ausführlich widmen, ist enorm, Tendenz weiter steigend.

 

Neale Donald Walsch beim Büchersignieren
© Aniela Adams

Bestbesuchte Veranstaltungen waren die mit geladenen Gästen wie u. a. Clemens Kuby, Dan Millman, Neale Donald Walsch, Bärbel Mohr sowie dem Regisseur und Schauspieler Michael Goorjian (You Can Heal Your Life, Illusion). Schwerpunktthema war die Zeitenwende 2012, gewürdigt in den Filmen 2012 – The Odyssey und Timewave 2013 – The Odyssey II der Autorin und Filmemacherin Sharron Rose, die jeweils im Anschluss an die Vorführungen für Diskussionen zur Verfügung stand, die von Tom R. Schulz als Moderator des Events übersetzt wurden. Sie und ihr Ehemann, Filmproduzent Jay Weidner, werden auch den „2012 Kongress“ im September 2009 in Hamburg energetisch und thematisch mittragen.
Der Metropolis Kinopalast war ein würdiges Ambiente für ein Ereignis mit Hollywoodflair inklusive rotem Teppich und Geschenken der Sponsoren (Yogi Tee, Primavera, The Spirit of OM, Kéta Art u. a.) für die Stars. Auch außerhalb der Filmvorführungen kam es im Foyer des Kinos zu entspannten und inspirierenden Gesprächen zwischen Besuchern und Gästen. Die Begeisterung aller Beteiligten bestätigt die Veranstalter, Filmfestleiter Jürgen P. Lipp, Programmdirektor Frank M. Schenker und sein Team des Wrage Seminar Service, darin, den Kongress mit neuen Filmen zu tollen Themen und internationalen Gästen im nächsten Jahr fortzusetzen. Einen ausführlichen Nachbericht des diesjährigen Events mit vielen Fotos finden Sie demnächst im Internet unter www.spiritcinema.de.

 

Befreit in Sanftmut

In diesem Jahr machen aktuelle Ereignisse weltweit erneut auf die Tibet-Frage aufmerksam: Tibeter begehren auf, Europa protestiert für Menschenrechte, ein Schatten fiel auf die Olympischen Spiele. Im Tibet-Konflikt steht vor allem der Dalai Lama im Mittelpunkt – als Politiker und als Buddhist. Andreas Hilmer widmet sich mit einem Essay der Frage, inwieweit das Oberhaupt der Tibeter mit seiner Haltung als Buddhist zu einem generellen Umdenken beim Umgang mit Konflikten beitragen kann. Im November kommen zwei Filme neu ins Kino: Dalai Lama Renaissance und Buddhistische Stille
Ein Essay von Andreas Hilmer

Der Dalai Lama litt sichtlich, als jüngst die Gewalt über Tibet kam, als Lhasa begann, sich auf Gaza zu reimen. Er stand nervöser als sonst im argumentativen Kreuzfeuer. China lädt jetzt wohl endlich zu einem ernsthaften Dialog ein, heißt es, und greift ihn dennoch mit altstalinistischer Rhetorik an – als Separatisten, als Mensch mit dem Herz einer Bestie.

Er blieb dennoch ruhig. Chinas Regierungsvertreter wären einfach Fachleute im Verursachen von Widersprüchen, gibt er auf seinem Deutschlandbesuch zu Protokoll. Und bleibt sich selbst aber treu: Keine Gewalt, keine Verletzungen, für kein Ziel. Niemals. Und so reiste er Mitte Mai durch die Republik, hielt sogar erstmals auf einer politischen Protestkundgebung vorm Brandenburger Tor eine Rede, stand mehr denn je in Fernsehstudios Rede und Antwort und diskutierte genauso lange mit Jungs und Mädchen in Bochum in einem Kindergarten: Er will immer vor allem menschliche Werte vermitteln – im Frieden kennt er sich eben aus, für den Kampf ist er nicht ausgerichtet – er wollte es nie sein. Nicht so, wie andere Politiker, denen das Ziel viele Mittel heiligt. Denen Spiritualität, wenn überhaupt, Privatsache ist. Ihm aber sind rechte Methoden, Mittel, Motivation höher als das schnelle Ziel. Erfolg darf nur mit der richtigen und damit friedlichen Methode erreicht werden. Und die Mittel sind manchmal wichtiger als das Ziel, wie er oft sagt.

Ein buddhistischer Volksvertreter mit rechter Rede und immer mit Weisheit und Methode im Handgepäck. Sie sind für ihn nicht spirituelles Rüstzeug abseits politischen Handelns, sie sind ihm Basis und Ursprung. So missverstehen ihn viele, unterstellen ein Scheitern durch ausbleibenden Erfolg in der Welt. Aber wer wie er grund-achtsam ist, im Geiste überlegen, der hat es in den Niederungen der Realität oft schwer. Beim Dalai Lama kehrt sich buddhistische Übung und innere Logik sichtbar und bewundernswert klar nach außen. Erlernte, geprüfte Spiritualität wird auch gelebt. Innen und Außen ist eins. Allein die Welt kennt solches wenig und ist verwundert. Wie aber soll man auch in der Welt Erfolg im buddhistischen Sinne messen und beweisen? Die Fadenkreuze zur Vermessung der Politik sind nicht seine. Und dennoch – und gerade deshalb – wirkt er. In viele Richtungen. Als Mönch, als Mensch, als Vorbild-Politiker.
So stellt er politischer Taktik jeder Couleur vor allem eine Haltung gegenüber – und das macht in der Politik, wenn es wirklich um etwas geht, oft einsam. Verdammt einsam, wie der jüngste Deutschlandbesuch und der peinliche moralische Drahtseilakt um Gespräche und Orte für Politikertreffen mal wieder zeigten. Mögen die Steinmeiers und Köhlers sich auch winden und wegducken, mag sein bloßes Dasein auch China noch immer provozieren – ihm genügt es, ganz bei sich zu sein. Er bleibt dabei realistisch, weil er es auch von anderen verlangt, wie er bei seinem Deutschlandbesuch im kleinen Kreis das Gesprächs-Hickhack der Politiker verständnisvoll kommentierte.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im Internet unter www.kgs-hamburg.de.
Der Artikel ist zuerst erschienen in Buddhismus aktuell, Ausgabe 03/2008.
Andreas Hilmer ist Journalist und Tibet-Experte in Hamburg. Er schreibt unter anderem für Geo und Die Zeit und dreht Reportagen für die ARD.


NEU IM ABATON

Dalai Lama Renaissance. Ein Dokumentarfilm über eine Reise, die die Welt verändern soll. Der Dalai Lama ist einer der populärsten Menschen unserer Zeit. Lassen sich mit ihm die Probleme unserer Welt lösen? Zu Beginn dieses Jahrtausends lud der Dalai Lama vierzig Menschen zu sich ein – führende und innovative Denker der westlichen Kultur. Man traf sich in seiner Residenz in Nordindien, in den Bergen des Himalaja, zu einem wahrlichen Gipfeltreffen, um die aktuellen Probleme unserer Welt zu diskutieren und nach Lösungsansätzen zu suchen. Regisseur und Produzent Khashyar Darvich hielt das einwöchige Ereignis mit einem 18-Mann-Filmteam fest. Als Erzähler konnte der Regisseur Hollywood-Star Harrison Ford gewinnen. Am 3. November findet im Abaton-Kino die Premiere mit einer Podiumsdiskussion statt.
KHASHYAR DARVICH: Dalai Lama Renaissance • USA 2007, 84 Minuten. Deutschlandpremiere mit Gästen am 3. November 2008, 20 Uhr. www.dalailamafilm.com

Buddhistische Stille. Der Dalai Lama gilt weithin unangefochten als moralische Instanz. Neben seinem Charisma sind es die Lehren des Buddhismus, die uns einen Ausweg aus unseren globalisierten Problemen aufzeigen wollen. Nur eine tief greifende Veränderung kann aus der Krise führen. Meditation bietet eine Lösung. Seine Heiligkeit in Dharamsala und westliche Buddhisten geben Antworten und demonstrieren, wie man Lehre und Praxis im Alltag umsetzen kann. Der Dalai Lama höchstpersönlich und Meditationsspezialisten aus dem deutschsprachigen Raum geben in Interviews Auskunft zur Praxis der Meditation. Vor allem gelingt Regisseurin Marita Grimke ein betörendes Dokument über geistige Ruhe im Stil von Das Rad der Zeit und Die große Stille.

MARITA GRIMKE: Buddhistische Stille • Deutschland 2008, 82 Min. Premiere
16. November, Start: 20. November, Matinee mit Gast am 30. November 2008,
www.buddhistische-stille.de

 

NEU AUF DVD

Irina Tweedie – Momente mit einer wunderbaren Frau. Irina Tweedie war 52 Jahre alt, als sie 1959 nach Indien reiste. Auf geheimnisvolle Weise führte sie diese Fahrt zu einem Sufi-Meister, der sie sogleich auf eine andere Reise schickte, nämlich jene ins „Herz der Herzen“! So lernte sie den Sufi-Pfad der Verwirklichung kennen, den sie später selbst zahllose Menschen lehrte. Der Filmemacher Georg Eich konnte Irina Tweedie in den Jahren 1988 bis 1990 immer wieder mit der Kamera begleiten. Aus diesem Material, das in ihrem Haus und Garten in London und bei diversen Suficamps in Deutschland und in der Schweiz gedreht wurde, hat der Filmemacher nunmehr zweieinhalb Stunden extrahiert und veröffentlicht. Georg Eich schreibt: „Im Laufe der Jahre hatte ich das Glück, einigen spirituellen Lehrern zu begegnen. Doch Frau Tweedie hatte etwas Besonderes. Ihre bescheidene, authentische Art begeisterte die Menschen. Sie vermittelte bis ins hohe Alter, dass das Leben ein großes Abenteuer ist und dass Lernen und Erkennen nie aufhören. Ich habe sie vor allen Dingen als einen Menschen kennen gelernt, der andere Menschen mit Ausdauer und grenzenloser Liebe unterstützen konnte. Möge der Film dieser außergewöhnlichen Frau gerecht werden.“

GEORG EICH: Irina Tweedie • Doppel-DVD, 151 Min., www.tao-cinemathek.de

 

Der Moses Code. Gibt es einen geheimen Code, der durch die Jahrhunderte vergraben blieb? Hat die Kirche ihn unter Verschluss gehalten? Ist es möglich, dass Moses vor fast 3.500 Jahren das Geheimnis anvertraut wurde, wie man alles in sein Leben holen kann, was man sich wünscht? James F. Twyman, Autor des gleichnamigen Buchbestsellers, beschreibt anhand der alttestamentarischen Geschichte vom brennenden Dornenbusch ein Mysterium, das den Schlüssel enthält, um alles Ersehnte zu manifestieren: Reichtum, glückliche Beziehungen, Gesundheit und vieles mehr. Die Botschaft weist allerdings über das vom Ego begrenzte Wünschen hinaus und öffnet sich weit der Dimension von Segen und Frieden für das gesamte Universum. Die Regie führte bei The Moses Code – wie auch beim Bestseller The Secret – Drew Heriot. In den USA haben bereits Hunderttausende den Film gesehen und das Buch steht auf der Bestsellerliste der „New York Times“. Lesen Sie auch den Artikel.

JAMES F. TWYMAN: The Moses Code • DVD, 70 Minuten, www.horizonfilm.de

 

The Wonder of Being. Radikal, kompromisslos, frech und heiter – so wie Tony Parsons präsentiert kein anderer Advaita-Lehrer die zeitlose Weisheitslehre, die die dualistischen Gegensätze übersteigt und auf die allem zugrunde liegende Einheit verweist. Im Zentrum von Tony Parsons’ Aussagen steht immer wieder, dass „Dies“ bereits „Alles“ ist (oder auch „Nichts“) und etwas, das zwischen den Worten schwingt, erreicht die Zuhörer jenseits des Verstandes ... Im Vorwort von Einfach nur Dies, dem neuen Buch von Tony Parsons aus dem Verlag J. Kamphausen, heißt es treffend: „Was Tony Parsons so direkt und kraftvoll enthüllt, ist die stets gegenwärtige Realität, dass es nur Leben gibt, so wie es gerade eben ist. Tony ist ein hervorragender Scharfschütze von unerreichter Klugheit, der eine Tontaube des ‚Ja, aber’ nach der anderen im Flug zerschmettert und dem Verstand kein Schlupfloch lässt, wohin er streben kann, keinen Ort, an dem er Schutz vor der Grenzenlosigkeit des schlichten So-Seins finden kann. Für viele langjährige Veteranen auf dem Guru- und Satsang-Weg fühlt sich ein Wochenende mit Tony an wie eine frische Brise: Ein lang gehegtes Verwirrknäuel nach dem anderen löst sich auf in dem offenen, mühelosen Humor, der immer dann frei wird, wenn gute Freunde sich begegnen ...“

TONY PARSONS: The Wonder of Being • Kamphausen 2008, DVD, 151 Minuten, Exklusiv im Online-Shop der Tao Cinemathek erhältlich, www.tao-cinema.de/oxid.php

 

Facetten des Erwachens. Diese neue DVD stellt eine beeindruckende Sammlung authentischer Weisheitslehren in der Tradition des Advaita Vedanta dar. Der englische spirituelle Lehrer Premananda entwickelte aus den Lehren Sri Ramana Maharshis (Foto) zwölf Fragen, die er sechzehn indischen Meistern stellte. Die Fragen beziehen sich auf die Themen, die jedem begegnen, der sich auf der spirituellen Reise befindet: Erleuchtung, Selbsterforschung, das Wesen unseres Verstandes und der Welt, Guru und Hingabe. Alan Jacobs, Präsident der Ramana Maharshi Stiftung in England, sagt über den Film: „Dies ist sicherlich die erlesenste und facettenreichste Einführung in die geweihten Lehren des Advaita Vedanta, die jemals erschienen ist, eine wundervolle Sammlung authentischer Weisheitslehre, brillant zusammengestellt, um dem Wahrheitssucher von heute den Weg zur Selbstverwirklichung zu weisen.“ Premananda präsentiert in diesem einzigartigen Film moderne Dialoge über alte Weisheitslehren. Seine eigene Vertrautheit mit diesen Lehren und seine jahrelange Erfahrung als spiritueller Lehrer provozieren faszinierende, lebendige Interaktionen mit den Meistern. Anfang Dezember kommt Premananda für einige Satsang Veranstaltungen nach Hamburg und stellt hier auch den Film und das dazugehörige Buch vor.

PREMANANDA: Facetten des Erwachens • DVD, 92 Minuten,
www.blueprintsforawakening.org • • • PREMANANDA: Satsang in Hamburg • 3.-7. Dezember 2008 • Information: Satsang Büro, Telefon 02173-409 92 04, www.premananda.de

Die Prophezeiungen von Celestine. Die Bestseller-Verfilmung „Die Prophezeiungen von Celestine“ von James Redfield sorgte 2007 für deutschlandweit restlos ausverkaufte Kinosäle. Jetzt kommt die DVD der Verfilmung als limitierte Sonderauflage in den Handel – inklusive Musik-CD von Christopher Franke, bis 1988 Mitglied von Tangerine Dream. Der gebürtige Berliner ist bekannt aus Hollywoodproduktionen mit Jerry Bruckheimer und Roland Emmerich. Kult-Autor James Redfield lehnte jahrelang Hollywood-Angebote für die Verfilmung ab. 2005 setzte er die Verfilmung des Buches selbst um. Auch Größen wie Thomas Kretschmann und Jürgen Prochnow standen für das Werk am Set. Mit der eingängigen Musik von Christopher Franke kann man Die Prophezeiungen von Celestine jetzt ein zweites Mal erleben. Erhältlich ist die Geschenkedition nur für kurze Zeit im Handel.

JAMES REDFIELD: Die Prophezeiungen von Celestine • DVD, Special-Edition mit Gratis-CD
„The Celestine Prophecy – A Musical Voyage“ von Christopher Franke, 99 Minuten •
www.celestinederfilm.de

 

Drachenläufer. Marc Forster verfilmte den Roman des afghanisch-amerikanischen Schriftstellers Khaled Hosseini. Erzählt wird die wunderbare Geschichte einer Jugendfreundschaft im Kabul der 70er Jahre, die zerbricht, als Paschtune Amir den Hausdienersohn aus Feigheit im Stich lässt. Zwanzig Jahre später treibt Amir die Suche nach Vergebung zurück in die von Kriegen zerrissene Heimat ... Der berührende Film geriet in die Schlagzeilen, nachdem eine Szene zu Todesdrohungen gegen die beiden Jungdarsteller führte. Marc Foster ist ein außergewöhnlich ehrlicher und authentischer Film gelungen, der die politischen Umwälzungen in Afghanistan seit Mitte der 70er Jahre thematisiert. Der Regisseur gibt einem Land seine Schönheit – ja, seine Würde – wieder. Trotz der deprimierenden Bilder des postapokalyptischen Afghanistans schimmert immer diese sagenhafte Schönheit durch, so dass man neugierig wird auf dieses Land, seine Geschichte und Kultur. Drachenläufer verbindet Historisches mit aktuellem Zeitgeschehen, ist politisches Statement und zugleich Lehrstück über Schuld und Vergebung. Und vor allem eine berührende Geschichte über den Wert echter Freundschaft.

MARC FORSTER: Drachenläufer • DVD, 122 Minuten. www.film.de/drachenläufer